Von Berlin bis Görlitz – Junge Lausitz wirbt für die Region
Unter dem Motto „Hey Lausitz, Bock was zu starten?” laden die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz (ENO) und das Netzwerk „Junge Lausitz” am morgigen Donnerstag, den 19. Januar, zu einem gemeinsamen „Kick-Off”-Event nach Görlitz ein.
pm / jas
Die Lausitz soll eine Region werden, die für junge Menschen attraktiv ist. Dazu hat das Netzwerk Junge Lausitz einen Ideenkatalog mit den Wünschen junger heimatbegeisterter Lausitzer an die Politik erarbeitet. Parallel dazu haben sie eine eigene Imagekampagne für die Lausitz entworfen, um auch die positiven Geschichten aus Sicht der Jugend in der Region zu erzählen.
Nun stellen die Macher den Ideenkatalog und die Gedanken zur Imagekampagne in der „UnbezahlbarLounge” in Görlitz vor und laden alle jungen Lausitzer (13-35-Jährige und alle Junggebliebene) dazu ein. Zudem sind alle Interessierten eingeladen, sich in den Strukturwandel aktiv einzubringen und sich mit anderen Gebliebenen, Zurückgekehrten und Zugezogenen in ihrem Alter zu vernetzen.
Bislang war die Junge Lausitz vorwiegend nur in den vom Strukturwandel betroffenen Brandenburger Regionen aktiv. Durch die Kooperation mit dem Innovations-Team der ENO entsteht nun ein starkes, bundesländerübergreifendes Netzwerk.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich in der Jungen Lausitz für die Heimat zu engagieren!
- WANN: Donnerstag, 19.01.2023 19:00 – 21:00 Uhr
- WO: UnbezahlbarLounge, InnoLabs Görlitz (Bahnhofstraße 22, 02826 Görlitz)
- WER: Das Innovations-Team der ENO und das Netzwerk Junge Lausitz
Anmeldung unter https://sichtwechsel-zukunft.de/veranstaltungen
Imagekampagne in Berlin gestartet
Mit einer außergewöhnlichen Aktion sorgte das Netzwerk Junge Lausitz in der vergangenen Woche in Berlin für Aufsehen. Mit einem Plakatwagen warben sie in der Bundeshauptstadt für das Wohnen in der Lausitz. „5 Euro pro Quadratmeter? In Berlin Platte. Bei uns Villa. Die Lausitz ist (D)eine Chance.“ hieß es auf dem Plakat. Daneben Bilder von Marzahner Plattensiedlungen auf der einen Seite und einer alten Lausitzer Fabrikantenvilla auf der anderen.

„Wir wollen für die Lausitz begeistern und haben uns gefragt: Was kann die Lausitz besser als Berlin?“, erzählt die Vorsitzende der Jungen Lausitz, Laura Staudacher. Eine Antwort lag für sie auf der Hand: „Attraktives, individuelles und vor allem bezahlbares Wohnen – das kann die Lausitz deutlich besser als Berlin. Bei uns gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Wohnraum – vom Vierseitenhof, der noch saniert werden muss, über das neu gebaute Eigenheim bis zur Wohnung mit ein, zwei, drei oder mehr Zimmern. Für viele Berliner, die von der Wohnungsmarktsituation in der Hauptstadt unfassbar gestresst sind, kann die Lausitz die Alternative sein, um sich Wohnträume zu erfüllen.“ Staudacher wohnt selbst in Forst in der Lausitz und pendelt für die Arbeit etwa jeden zweiten Tag nach Berlin. Sie ist aber überzeugt, dass das kein Standardmodell sein muss: „Durch den Strukturwandel entstehen in der Lausitz gerade viele unfassbar spannende Jobs. Bei uns gibt es also nicht nur bezahlbaren Wohnraum, sondern das ganze Paket aus gutem Wohnen, Arbeiten und Leben.“

Mit der Werbung für bezahlbares Wohnen will die Junge Lausitz bei den Berlinern einen ersten Fuß in die Tür bekommen. Auf dessen Website und seinem Instagram-Kanal legt das Netzwerk nach. Dort erzählt die Junge Lausitz Geschichten von jungen Menschen, die in der Lausitz glücklich sind, und stellt spannende Kultur- und Freizeitangebote, aber auch innovative Arbeitgeber in der Region vor.
Foto Titelbild: James Zabel