Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. startet in die neue Saison

asl / jas

Die Corona-Pandemie ging auch an der Tourismussaison im Lausitzer Seenland nicht spurlos vorbei. Doch der Verband startet optimistisch in die neue Saison.

Der Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. blickt verhalten auf die Saison 2021 zurück. Die Zahl der gewerblichen Übernachtungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent gesunken. Auch die Zahl der Gästeankünfte ist im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 10,5 Prozent gesunken. Es ist damit das zweite Jahr in Folge, in dem sich die coronabedingten Einschränkungen und das langanhaltende Verbot touristischer Übernachtungen in der ersten Jahreshälfte mit deutlichen Rückgängen im Lausitzer Seenland bemerkbar machen. Doch auch positive Trends ließen sich in der letzten Saison verzeichnen. Lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste 2019 noch bei 2,8 Tagen, waren es in den letzten beiden Jahren 3,3 Tage.

Trotz des erneuten Minus in der Tourismusbilanz blickt Kathrin Winkler optimistisch auf das neue Jahr: »Wir hoffen, dass die geplanten Lockerungen realisiert und weitere Lockdowns vermieden werden. Ob dieser Wunsch auch umgesetzt werden kann, hängt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Die Urlaubslust innerhalb der Bevölkerung ist auf jeden Fall groß. Individuelle und naturnahe Unterkunftsformen sind weiterhin attraktiv. Als Seenlandschaft mit einem gut ausgebauten Radwegenetz und vielen Angeboten für Outdooraktivitäten kann das Lausitzer Seenland auch in der Saison 2022 punkten.«

Auch wenn der Tourismusverband optimistisch in die neue Saison startet, so steht er doch vor einigen Herausforderungen, die zu bewältigen sind. Die Hauptsaison, die sich aus den Sommerferienzeiten der Bundesländer Brandenburg und Sachsen zusammensetzt, ist in diesem Jahr kürzer, da sich die Ferien der beiden Bundesländer überlagern. Daher spielt das Thema Saisonverlängerung beim Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. eine immer größere Rolle. Mit neuen Ideen und Konzepten sollen auch außerhalb der Hauptsaison Touristen in die Region gelockt werden. »Die Saisonverlängerung ist größte Herausforderung. Hierzu bedarf es neben unserer geplanten Internetseite für den Herbst vor allem infrastruktureller Angebote und kreativer Ideen von Seiten der Anbieter, bei denen wir gern unterstützen«, teilt Kathrin Winkler mit.

Saison-Highlights

Nach zwei Jahren Pandemiepause finden die Seenlandtage in diesem Jahr mit einem neuen Konzept am 11. und 12. Juni statt. »Die Seenlandtage laden ein zu abwechslungsreichen Entdeckertouren mit Bus, Fahrrad und zu Fuß. Spannende Ziele und Führungen sollen insbesondere die einheimische Bevölkerung anregen um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie weit die Verwandlung vom Braunkohlerevier zum Urlaubsparadies bereits vorangeschritten ist. Wir arbeiten gemeinsam mit den Touristinformationen gerade auf Hochtouren am Tourenprogramm«, so Kathrin Winkler.

Geplante Baumaßnahmen

Auch baulich stehen in diesem Jahr einige Änderungen im Lausitzer Seenland an. Mit dem Spatenstich an der Sedlitzer Bucht starten hier die verkehrs- und medientechnischen Erschließungsmaßnahmen. Eine neue Straße, die zum See führt und ein Parkplatz sollen hier das Tor zum Lausitzer Seenland öffnen. Ein Wasserwanderrastplatz, ein Strandabschnitt und ein Multifunkionsgebäude sollen bis 2025 hier einen Platz finden. 

Für ein verbessertes barrierefreies Angebot werden im Familienpark sechs alte Bungalows zu modernen, barrierefreien Ferienhäusern umgebaut. Im Mai soll der Umbau abgeschlossen sein.

Ein weiteres Bauprojekt des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg ist die Waldpromenade Großkoschen. Hier soll die alte Promenade bis zum See im Familienpark und die Terrasse vom neu gebauten italienischen Imbiss gepflastert werden. Die alte Promenade war in die Jahre gekommen. Die ersten Teilabschnitte der neuen Promenade vom Eingang Familienpark bis zum See hin wurden in den letzten Jahren umgesetzt, nun folgt der letzte Teilabschnitt. Im Herbst soll in diesem Zuge auch der Bau einer barrierefreien Rampe bis zum Strand entstehen. Gefördert wird das Projekt aus LEADER-Mitteln.

Ebenfalls im Familienpark ist der Neubau eines Multifunktionsgebäudes geplant. Es soll anstelle des ehemaligen Kinogebäudes entstehen. Neben Kinovorstellungen sind die Räume auch für Indoorfreizeit, z. B. Yoga, und Tagungen sowie Veranstaltungen vorgesehen. Von den neu entstandenen Nutzungsmöglichkeiten profitieren speziell für die Nebensaison und die Saisonverlängerung im Familienpark.

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