Strukturwandel im Landkreis Bautzen – Sohland bekommt ein Zentrum für Ski-, Wander- und Radtourismus
Am Standort des Sparkassen-Skiareals im Ortsteil Tännicht im Landkreis Bautzen ist ein modernes Tourismuszentrum für Ski-, Wander- und Radbegeisterte geplant. Wie die genauen Pläne aussehen und warum dieses Vorhaben so wichtig für die Lausitz im Strukturwandel ist.
Sandro Paufler / jas
Passendes Wetter zur feierlichen »Geldübergabe«. Beim Pressetermin im Sparkassen-Skiareal zeigte sich der Sommer noch einmal von seiner schönsten Seite und bereitete dem sächsischen Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, neben vielen strahlenden Augen einen tollen Empfang. Der Minister reiste extra von Dresden in die Oberlandgemeinde, um den Fördermittelbescheid an die Vereinsverantwortlichen des ansässigen Skiclubs und den Bürgermeister Hagen Israel zu übergeben. Über vier Jahre zog sich das Genehmigungsverfahren, sodass die Freude bei allen Beteiligten entsprechend groß war. Den aktuellen Plänen nach möchte die Gemeinde Sohland, die Träger des Verfahrens und Bauherr ist, im Ortsteil Tännicht ein modernes Zentrum für den Ski-, Wander- und Radtourismus realisieren. Die Gesamtkosten von 3,7 Millionen Euro werden aus dem Strukturwandel-Topf mit 3,1 Millionen Euro unterstützt.
Konkret soll die bereits bestehende Sporthalle am Tännichter Skiareal umfangreich saniert werden. Dabei entstehen öffentlich zugängliche Sanitär- und Umkleideräume, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und Stellplätze mit Ladesäulen für Rad-, Motorrad- und Pkw-Fahrer. Zudem soll eine zwölf mal zwölf Meter große Nebenhalle für den Pistenbully und weitere technische Gerätschaften errichtet werden.
Touristische Nutzung ganzjährig ermöglichen
Ziel der Umbauarbeiten ist es, eine ganzjährige touristische Nutzung im Umfeld des Sparkassen-Skiareals zu ermöglichen und die vor Ort bestehenden Trainingsbedingungen der Vereinsmitglieder auf einem hohen Niveau zu halten. Auf der Vereinswebseite des Skiclub Sohland heißt es dazu: »Mit der Realisierung dieses Projekts werden sich unter anderem auch die Umfeldbedingungen für unsere jungen Sportler, die Übungsleiter aber für Gäste und Zuschauer wesentlich verbessern.«

Foto: Sandro Paufler
Menschen fürs Hierbleiben begeistern
»Die Oberlausitz hat touristisch bereits heute unglaublich viel zu bieten. Mit der Schaffung des Tourismuszentrums in Sohland lässt sich die Region künftig noch besser vermarkten. Es wird weitere Touristen aus ganz Europa anlocken und die Lausitz stärken«, erklärte der Staatsminister den anwesenden Gästen und ergänzte. »Im Strukturwandelprozess geht es auch darum, sogenannte weiche Standortfaktoren zu schaffen. Es braucht Perspektiven und Attraktionen für die Menschen in der Lausitz, damit sie sich in ihrer Heimat wohlfühlen.« Mit der Investition in Projekte wie in Sohland sollen Familien zum Hierbleiben bewegt oder gar andere Familien zum Zuzug in die (Ober-)Lausitz gelockt werden, so der 62-jährige Politiker. Der Baubeginn ist bereits Anfang 2024 angepeilt. Fertiggestellt werden soll das Vorhaben Ende 2025.
Wie das BBZ Bautzen neue Wege bei der Fachkräfte-»Haltung« in der Region geht, gibt es hier zu erfahren.
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