Sportboothafen Teichland am Cottbuser Ostsee ist fertig

Dany Dawid

Ende November wurde gemeinsam mit Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke und politischen Vertretern sowie mit den am Bau Beteiligten und Einwohnern der Gemeinde Teichland die feierliche Fertigstellung des neuen Sportboothafens in der Gemeinde Teichland im Amt Peitz gefeiert.

»Das nächste Mal kommen wir hier alle mit einem Bootskorso in das Hafenbecken gefahren«, so die Peitzer Amtsdirektorin Elvira Hölzner auf der feierlichen Einweihung. Möglich wird das aber erst im Jahr 2028 sein. Im Jahr 2010 hatte die Gemeinde zum ersten Mal die Idee hervorgebracht, einen Hafen zu bauen. 2015 konnte schließlich der Bebauungsplan aufgestellt werden und dann begann die Fachplanung, die einige Anpassungen in den Folgejahren benötigte, berichtet die Amtsdirektorin. Harald Groba, Bürgermeister der Gemeinde Teichland, freut sich, dass die Baustelle, trotz Lieferschwierigkeiten und Preisexplosionen, die der Wirtschaft momentan zu schaffen machen, termingetreu und finanziell berechenbar vollendet werden konnte. »Das fordert einen besonderen Respekt und die Anerkennung allen Beteiligten gegenüber«, sagt Groba und betont weiter: »Wir haben es geschafft, ein Hafenbecken aus dem Boden zu stampfen. Es ist eine tolle Leistung in nur 11 Monaten das Hafenbecken mit den entsprechenden Spundwenden, Slipanlage, Kranstellflächen und mit einer Straßenanbindung zu bauen. Nun sind wir einen Schritt näher, uns und unseren Kindern eine Zukunft zu bieten und auch für Touristen ein lohnendes Ziel zu sein. Der nächste Schritt wird nun die Fertigstellung des Bebauungsplanes sein.« Um das künftige Hafenbecken mit einer Wasserfläche von 16.000 Quadratmetern und Liegeplätzen für 100 Boote herum, entsteht ein Hafenquartier mit einer Seepromenade. Rund um die Promenade sind Bauflächen für maritimes Gewerbe, Gastronomie und Beherbergungsstätten vorgesehen. Ebenso wird auch der zukünftige Ostseerundweg durch dieses Gebiet führen. Im Hafenquartier selbst sind Flächen für den Hafenbetrieb, Werkstatt und Bootslagerhalle geplant. Auf weiteren umliegenden Flächen sollen Ferienhäuser entstehen. Westlich des Hafenbeckens wurden Bauflächen für Wohnhäuser angeordnet, damit das Quartiers das ganze Jahr über belebt wird.

Eine kleine Info-Tafel angebracht auf einen Findling erinnert an das Baujahr des Sportboothafens. Enthüllt wurde sie
von Elke Schuppan vom Bauamt des Amtes Peitz, Staatssekretär Rainer Genilke, Bürgermeister der Gemeinde Teich-
land Harald Groba und der Peitzer Amtsdirektorin Elvira Hölzner (v.l.). Foto: Dany Dawid

Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke sagt: »Man bekommt bei dem was man heute sieht eine Ahnung davon, dass das erst der erste Teil etwas ganz, ganz Großem ist. Und genau das wollen wir ja auch. Denn Zukunft schafft man nicht, wenn man nur kleinteilig denkt, sondern wenn man eine Vision hat. Wenn in wenigen Jahren der See geflutet, die Ufer fertig saniert und die Hafenausstattungen erfolgt sind, werden damit sowohl in Teichland als auch in Cottbus Wassersportler und Freizeitkapitäne beste Voraussetzungen vorfinden. Unser Ziel ist es, dass der Strukturwandel gelingt und die Region den Menschen gute Grundlagen zum Leben und Arbeiten über das Kohlezeitalter hinaus bietet. Hervorzuheben ist die kommunale Initiative und das bemerkenswerte kommunale Engagement der Gemeinde Teichland und des Amtes Peitz bei der Schaffung einer attraktiven Erholungslandschaft.«


Die Gesamtkosten betragen rund neun Millionen Euro. Das Land hat rund 7,3 Millionen Euro aus Mitteln des Verwaltungsabkommen Braunkohlensanierung bereitgestellt. Die Gemeinde Teichland hat sich mit rund 1,9 Millionen Euro beteiligt.

https://www.youtube.com/watch?v=qy6xlo0sYnM
Wie das zukünftige Hafenquartier der Gemeinde Teichland in Zukunft mal aussehen soll und was sich alle Beteiligten von dem Projekt erhoffen – darüber sprachen wir mit Elke Schuppan vom Bauamt Peitz, dem Bürgermeister der Gemeinde Teichland, Harald Groba, sowie mit Staatssekretär Rainer Genilke bereits zum feierlichen Baubeginn im Januar 2022. Schnitt: Simons

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