Premiere in Cottbus: Decarbon Days 2025 – Deutschlands neues Festival für saubere Technologien in der Lausitz
Vom 26. bis 28. Juni 2025 feiert mit den Decarbon Days ein neues, dreitägiges Veranstaltungsformat in Cottbus seine Premiere. Dabei trifft saubere Technologie auf Unternehmergeist und politische Visionen.
pm / Jannis Simons
Das Event findet in drei Sprachen statt und soll sich künftig als europäische Plattform für Cleantech (saubere Technologien), Gründungskultur und Politik in der Lausitz etablieren. Bei diesem Event sollen Fragen beantwortet werden, wie z.B.: Wie werden saubere Technologien die Zukunft unserer Wirtschaft prägen? Und wie kann mit ihnen aus innovativen Regionen heraus neue Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit entstehen? Und vor allem: Warum kann ein junger Mensch nach der Schulzeit hier in der Region bleiben, weil er hier einzigartige und tolle Perspektiven vorfindet?
An drei Tagen können sich Teilnehmende mit über 30 Experten von Science-YouTube-Stars bis zu EU-Abgeordneten austauschen und Clean-Hightech hautnah erleben. Drei Tage mit unterschiedlicher Ausrichtung adressieren Studierende, Unternehmer, Wirtschaft und Politik. Das Event feiert aus gutem Grund in diesem Jahr seine Premiere in der Lausitz. Die länderübergreifende Lausitz ist aktuell als erste Region der Europäischen Union (EU) auf dem Weg zu einem „Net Zero Valley“, einer europäischen Quasi-Sonderwirtschaftszone für Technologien rund um saubere Energie und Industrie.
Junge Menschen der Region aktivieren
Den Auftakt der Decarbon Days bildet der EU-Summit (Deutsch: EU-Gipfel) „EU meets Net Zero Valley“ am Donnerstag, den 26. Juni, zu dem Entscheider der EU-, Bundes-, Landes- und regionalen Ebene zusammenkommen. Sie diskutieren, welche Bedeutung innovative Regionen wie Net Zero Valleys für den Weg Deutschlands und der EU zu neuer Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft haben. Gastgeber des Abends ist der EU-Abgeordnete Dr. Christian Ehler. Zu den Gesprächspartnern zählen u.a. Kerstin Jorna, Generaldirektorin der Europäischen Union, und Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller. Dr. Ehler ist sich sicher: „Die Chancen und Perspektiven der Lausitz wurden noch nicht deutlich genug vermarktet in Europa und vor allem bei den jungen Menschen hier in der Region.“ So sei die Grundidee dieses Events: „Wir machen Zukunft sichtbar.“
Am Freitag, den 27. Juni, bietet das ‚hippe‘ Tech-Festival Panels, Workshops & Co. mit Speakern von (inter-)nationaler Strahlkraft zu Themen von Cleantech über Start-ups bis Politik. Die Programmlogik: Dem Aufzeigen vieler Chancen im innovativen globalen Wachstumsmarkt Cleantech folgen Impulse zum Gründen und Wachsen und schließlich für die dazu erforderlichen politischen Rahmenbedingungen. Europa sei der aktuell dynamischste Markt in all diesen Gebieten, meint der Europaabgeordnete Dr. Ehler, der ergänzt: „Europa muss jedoch als Markt verstanden werden, den die Lausitz bespielen möchte.“ Das Event soll bei allen Teilnehmenden die Begeisterung wecken, nicht nur abwartend ‚am Spielfeldrand‘ zu gucken, sondern selbst aktiv zu werden. Die Preisverleihung des „Female Energy Awards“ für Innovatorinnen in den Bereichen saubere Energie und Industrie sowie ein breites Rahmenprogramm u.a. mit Drohnen, Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Quizzen und auch Tanzdarbietungen, Musik und Gesang bereichern das Festival.
Sonderzug aus Polen geplant
Abschluss ist der länderübergreifende Talent-Day am Samstag, den 28. Juni, in Kooperation mit der polnischen Universität Zielona Gora, für dessen Studierende sogar ein Sonderzug eingerichtet werden soll, und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Bei freiem Eintritt geht es an diesem Tag um die Internationalisierung des Arbeitsmarktes samt Job-Dating, Polit-Talk und dem Finale des ebenso erstmals veranstalteten Climathon – ein innovativer Contest zu Herausforderungen im Bereich Cleantech.
Veranstaltungsort an allen drei Tagen ist ein ehemaliger Flugzeughangar, der genau dort steht, wo in den nächsten Jahrzehnten mit dem Lausitz Science Park ein international ausstrahlender Forschungscampus entstehen wird. Die Decarbon Days sollen künftig als europäische, jährlich wiederkehrende Plattform für die Themen Cleantech, Start-up und Politics verstetigt werden. Etwas über 1.000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter über alle drei Tage hinweg. EU-Parlamentarier Dr. Christian Ehler hat die Vision, dass sich die Decarbon Days zum größten Tech-Festival Deutschlands etablieren und zu einem echten politischen Gamechanger werden. Es soll eine „Stimmung nach vorne“ erzeugen, die der Lausitz auch nach innen zeigt: „Hier ist was los.“
Die Extrameile gehen für die Lausitz und zum Net Zero Valley
Julian Noel, Greenfield Business Developer bei der LEAG, hat im Rahmen des dreitägigen Events noch eine ganz besondere Mission vor. Der 35-jährige Drebkauer will zusammen mit einem befreundeten Sportler die 150 Kilometer lange Strecke zwischen dem Verbindungsbüro des EU-Parlaments in Berlin und der Veranstaltungslocation, dem Hangar 1, in Cottbus zu Fuß, mit dem Rad und mit Schwimmen und innerhalb von 24 Stunden zurücklegen. Der Freizeitsportler und Fußballer von der Spielgemeinschaft Kausche/Drebkau, der sich schon an einem Weltrekord probierte, möchte auf der einen Seite zeigen, dass es eine europäische Verbindung über Berlin bis in die Lausitz gibt und dass jede und jeder in der Region gefragt ist, selbst eine ‚Extrameile‘ für die Lausitz und speziell auf dem Weg zum Net Zero Valley zu gehen. Als einer, der für die Region brennt, will er damit aber auch in anderen etwas bewirken, sein Umfeld anzuzünden und auf die Region aufmerksam machen. Wenn alles nach Plan läuft, wollen die beiden Lausitzer während des EU Summits am Hangar eintreffen. Ob die beiden es rechtzeitig schaffen, soll per Tracking und Stream mitverfolgt werden können.
Weitere Informationen, das komplette Programm und Tickets gibt es unter: www.decarbon-days.eu
STARK für die LAUSITZ als Magazin ist frei erhältlich in vielen regionalen Auslagestellen in der Ober- und Niederlausitz und online als E-Paper hier.

Ihr Kontakt: Jannis Simons – +49 174 32365241 – E-Mail: jannissimons@wochenkurier.info