Neue Energie, Google-Anfrage, Weltrekordversuch & FCE-Trikotsponsoring – LEAG-Event sorgt für viele „Wow“-Effekte

CONEVO – „New Energy Convention Lausitz“ – unter diesem Begriff lud die LEAG am vergangenen Dienstag regionale Politiker, Wirtschaftsunternehmer und „Macher der Region“ in den Spreeauenpark Cottbus ein. Neben den ambitionierten Zielen bei der Neuausrichtung des Unternehmens am Energiemarkt, überraschten am Ende vor allem zwei sportliche Nachrichten.

Jannis Simons

„Die Lausitz ist auf dem besten Weg zu einer europäischen Modellregion der Energiewende – Hiermit laden wir Sie als Akteur und Unterstützer des Wandels unserer Energieregion zu einem weiteren Meilenstein dieser gemeinsamen Reise. Es erwartet Sie ein inspirierendes Programm und ein GetTogether mit Überraschungen im Cottbuser Spreeauenpark.“ Mit diesen Worten hatte das Lausitzer Energieunternehmen in deutscher und englischer Schrift seine geladenen Gäste sichtlich neugierig gemacht. Pilgerten am frühen Nachmittag doch einige hundert Menschen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Medien und Sport in den Spreenauenpark der CMT Cottbus.

Der Lausitzer Popsänger Alexander Knappe, der erst frisch von seiner Deutschland-Tour heimkehrte, eröffnete die Veranstaltung mit seinem Song „Wir sind das Original“. Es war der fulminante Auftakt in einen Nachmittag, der die Weichen in der Region zweifelsfrei auf Zukunft stellen sollte. LEAG-Vorstandschef, Thorsten Kramer, begrüßte im Anschluss die neugierigen und interessierten Gäste gleich mit einer Grafik, die bei vielen die Handykameras aus der Tasche zückte. Mittels künstlicher Intelligenz wurde auf großer Leinwand dargestellt, wie sich das Lausitzer Landschaftsbild bis 2040 wandeln könnte. Darauf zu sehen waren u.a. Windkraft- und PV-Anlagen, Speicherblocks, ein Gaskraftwerk und viele Seen. Erst am Vormittag zuvor konnte am Cottbuser Ostsee die nächste Bau-Etappe für die größte schwimmende Solaranlage in Deutschland erfolgreich abgeschlossen werden. Die dazu genutzte Fläche entspricht weniger als ein Prozent der künftigen Ostseeoberfläche. Die sogenannte „Floating-PV-Anlage“ und potenziell weitere solcher Anlagen im Lausitzer Seenland seien laut Kramer auch mindestens einem Kilometer von den touristisch genutzten Seen-Bereichen entfernt und „liegen quasi unsichtbar auf dem Wasser“.

Der LEAG-Vorsitzende sprach in seiner Rede ebenso von der Entwicklung eines Innovationsspeicherkraftwerkes in Jänschwalde und von Lithium-Ionen-Batterien zur Speicherung erneuerbaren Energien. Das rief laut Kramer zuletzt sogar das Unternehmen Google auf den Plan, die den Energieriesen angefragt haben, ob sie imstande wären, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche grünen Strom zu liefern. Ob das bedeutet, dass Google bald in der Lausitz seine Zelte aufschlagen möchte, blieb an dem Nachmittag offen. „Grünstrom ‚24/7‘ liefern, soll Bestandteil unserer DNA werden“, entgegnete wohl der LEAG-Konzernchef. Die Voraussetzungen der Lausitz seien dafür in keiner Region besser, womit vor allem das vorhandene Know-How im Energiebereich und auf die Bergbaufolgeflächen verwiesen wird. Rund 33.000 Hektar Land besitze der Konzern auf ehemaligen und noch genutzten Tagebauen. „Hier vor Ort“ soll mit der „GigawattFactory“ das größte Zentrum erneuerbarer Energien Europas mit einer geschätzten Leistung von 7000 Megawatt bis 2030 entstehen. Bis 2040 soll damit die Erzeugung von grünen Strom sogar auf 14 Gigawatt verdoppelt und im Verbund mit wasserstofffähigen Gaskraftwerken auf rund 20 Gigawatt erhöht werden. Ende 2025 soll der erste PV-Park dieser Art ans Netz gehen. Kramer verkündet mutig an alle Kritiker: „Es wird funktionieren.“ Der größer werdende Druck, schon bis 2030 aus der Braunkohle auszusteigen, kann dieses ambitionierte Projekte im ganzen Planung- und Genehmigungsprozess nur beschleunigen.

Vor den Augen zahlreicher Politiker und Entscheider der Region präsentierte LEAG-Vorsitzender, Thorsten Kramer, die Ziele des Energieunternehmens für die nächsten Jahre. Gespannt verfolgte das auch der Cottbuser Oberbürgermeister, Tobias Schick.
Foto: Simons

Mitarbeiter werden weiter benötigt

Dass das Unternehmen weitern auch viele gut geschulte Mitarbeiter für die Installation, Wartung und Reparatur bei Solar- und Windkraftanlagen benötigen werde, vor allem jedoch in den geplanten wasserstofffähigen Gaskraftwerken, war dem LEAG-Chef im Rahmen dieser Convention noch einmal ganz wichtig zu betonen. „Wir werden sogar einstellen müssen, aber unsere Mitarbeiter gleichzeitig auch flexibel sein“, so Kramer.

Was elementar für diesen gesamten Entwicklungsprozess zwingend notwendig ist und womit die Bedeutung dieser Veranstaltung klar wurde, verkündete der Konzernchef mit den Worten: „Wir müssen eine Kommunikation schaffen, dass viele darüber reden. Anders wird es nicht passieren.“ Wenn heutzutage Industrieanfragen kommen, dann werde nicht zuerst nach den zur Verfügung stehenden Flächen, sondern nach Grünstrom gefragt. „Wenn einer das kann, dann sind wir als LEAG die Möglichmacher. Mit ‚Wir‘ meinen wir aber alle in der Region“, lautet die Botschaft des sich wandelnden Energieerzeugers.

Weltrekordversuch eines LEAG-Mitarbeiters

Am Ende der Veranstaltung überschlugen sich die Ereignisse dann beinahe. Der Drebkauer Julian Noel, der bei der LEAG im technischen Vertrieb – Sondercontainerbau arbeitet, sorgte mit seinem Trailer und seiner Mission für tosenden Beifall im Festzelt. Der 33-Jährige möchte Anfang September dieses Jahres in einer Stunde 1.000 Trizeps-Dips mit einem Zusatzgewicht von 18 Kilogramm auf dem Rücken machen und damit einen neuen Weltrekord aufstellen. Im Rahmen dieser Aktion möchte Julian Spenden für die „Elterninitiative fürs krebskranke Kinder e.V. Cottbus“ und die „Sternkinder Cottbus“ sammeln. Unterstützt mit der Musik Alexander Knappes führte der Amateurfußballer der Spielgemeinschaft Kausche/Drebkau vor dem Zelt einen halbstündigen Testlauf durch, den viele Schaulustige beiwohnten. Die LEAG unterstützte diese Aktion schon im Vorfeld, beispielweise bei der Erstellung des Videotrailers. Zur Spendenkampagne gelangt ihr hier.

Vor den Augen vieler Schaulustiger und der Musik von Alexander Knappe zeigte der Drebkauer Julian Noel schon einmal sein Können. Foto: Simons

Neuer Trikotsponsor des FC Energie Cottbus

Als sorgte diese Aktion nicht schon genug für Gänsehaut und Applaus, setzte eine Verkündung am Ende der Veranstaltung noch einen obendrauf. FCE-Geschäftsstellenleiter, Sebastian Berge, verkündete gemeinsam mit dem Verwaltungsratsvorsitzendes des Vereins, Andreas Kretzschmar, dass die LEAG in der Saison 2023/24 ligaunabhängig der neue Trikotsponsor der Profimannschaft des FC Energie Cottbus wird. Sebastian Berge: „Wir standen schon seit längeren mit den Verantwortlichen der LEAG in Gesprächen, wo uns positive Signale zugesendet wurden. Jetzt kam alles ganz schnell, dass sich die LEAG mit unserer Idee identifizieren konnte und nun bald auf unserer Brust als große Identifikationsfigur der Region prangt, wofür allen Beteiligten sehr dankbar sind.“

LEAG-Personalvorstand Jörg Waniek: „Wir haben Wege gefunden, die die beiden Themen Energie und Energie richtig zusammenzubringen. Wir haben gute Gespräche geführt und ein Konzept erarbeitet, das nach vorne weist und das den Verein sowie die Region unterstützt. Sowohl die LEAG als auch der FC Energie steuern da einen gemeinsamen Kurs.“

Das Ganze soll laut beiden Verantwortlichen keine „Einjahresgeschichte“ bleiben. Eine gemeinsame Marketingstrategie soll in den kommenden Wochen und Monaten erarbeitet werden.

https://youtu.be/Pfu1oPmmmgw
Stimmen der LEAG und des FC Energie Cottbus zur neuen Kooperation zwischen Energieunternehmen und Fußballclub.

Die erste „New Energy Convention Lausitz“ sollte für weitere Aufbruchstimmung in der Region sorgen und brachte viele Wow-Effekte mit sich. Dabei schienen die sportlichen Botschaften und Zielsetzungen an diesem Nachmittag für die anwesenden Menschen greifbarer. LEAG-Chef Kramer ermutigte aber jeden Einzelnen: „Wenn wir alle zusammenarbeiten wird die Lausitz große Energieregion bleiben und sogar noch weiterwachsen.“ Auf zu neuen Horizonten und neuen Weltrekorden lautet die Devise.

Freudige Gesichter bei LEAG-Konzernchef Thorsten Kramer, FCE-Verwaltungsratsvorsitzenden Andreas Kretzschmar und FCE-Geschäftsstellenleiter Sebastian Berge (v.l.) bei der Verkündung des erweiterten Sponsorings des Lausitzer Energieunternehmens. Foto: Simons
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