Millionenförderung für neue Umfeldgestaltung der Landmarke Lausitzer Seenland
Klettern, Balancieren oder über eine neue Treppe bis zur Seewarte am Sornoer Kanal hinabsteigen: Das Areal rund um die Landmarke Lausitzer Seenland bei Senftenberg – besser bekannt als „Rostiger Nagel“ – wird in diesem Frühjahr umfassend neugestaltet. Ziel ist es, den beliebten Aussichtspunkt weiter aufzuwerten und ihn noch attraktiver für Besucherinnen und Besucher der Region zu machen.
pm / Jannis Simons
Für die Umsetzung hat die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, kürzlich einen Zuwendungsbescheid über 1,23 Millionen Euro aus Lausitzer Strukturstärkungsmitteln im Kulturschiff am Senftenberger See an den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (ZV LSB) überreicht.
Schneider betonte bei der Übergabe:
„Der ‚Rostige Nagel‘ ist ein Wahrzeichen des Landschaftswandels in der Lausitz. Die Landmarke steht für die Entwicklung der Lausitz vom Bergbaurevier zur Zukunftsregion. Entsprechend unserer Prioritäten im Lausitzprogramm 2038 schaffen wir neben neuen Arbeitsplätzen auch wertvolle Erholungsangebote, um mit diesem attraktiven Gesamtpaket für Zuzug und Rückkehr zu werben.“


Grafik: Zweckverband LSB

Mehr Erlebnis- und Aufenthaltsqualität
Die Landmarke selbst ist ein knapp 30 Meter hoher Aussichtsturm an der Mündung des Sornoer Kanals in den Sedlitzer See. Ihre markante Architektur aus rostrotem Stahl brachte ihr früh den Spitznamen „Rostiger Nagel“ ein. Künftig wird nicht nur der Turm, sondern auch sein Umfeld deutlich aufgewertet.
Geplant sind unter anderem:
- rund 40 neue Pkw-Stellplätze
- zwei Busstellplätze inklusive Wendeschleife
- Fahrradabstellanlagen
- Sitzgelegenheiten und Informationstafeln
- neue Spiel- und Bewegungsangebote mit Rutsch-, Kletter- und Balancierelementen
- eine Treppe hinunter zum Sornoer Kanal
- die zusätzliche Erschließung eines Bootsanlegers der LMBV mit fünf kleinen Stegen
Damit entsteht ein vielseitiger Freizeit- und Erholungsraum für Familien, Aktive und Naturinteressierte gleichermaßen.
Teil eines großen Gesamtprojekts
Die Neugestaltung ist Bestandteil eines umfassenden Großvorhabens zur Entwicklung der Flächen rund um die Gewässer im Lausitzer Seenland. Insgesamt werden hierfür mehr als 26 Millionen Euro investiert. Die Umsetzung erfolgt durch den ZV LSB.
Auch perspektivisch steht das Lausitzer Seenland weiter im Fokus des Strukturwandels. Der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, bezeichnete 2026 als „Strukturwandel-Seenland-Jahr“. Die LMBV werde in dieser Zeit noch einmal deutlich Tempo aufnehmen. Bereits zum 29. Juni 2026 soll der Verbund von fünf Bergbaufolgeseen für den Freizeitverkehr geöffnet werde und die Überleiter fertiggestellt sein.
Die Weiterentwicklung der Landmarke Lausitzer Seenland ist damit ein weiterer sichtbarer Schritt auf dem Weg zu mehr Lebensqualität, Tourismus und Zukunftsperspektiven in der Lausitz. „Ohne den Strukturwandel wäre fast nichts möglich gewesen, was wir in den vergangenen Jahren alles erreicht haben, betone der Verbandsvorsteher des ZV LSB, Detlev Wurzler in seiner Rede ganz ausdrücklich.

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