„Gewohnt gut“-Auszeichnung geht nach Spremberg
pm/Jannis Simons
Spremberg. Mit der Sanierung der denkmalgeschützten Siedlung am Spremberger Bahnhof hat die Spremberger Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) eG modernen und generationengerechten Wohnraum geschaffen. Dafür wurde sie in der vergangenen Woche von der Vorständin des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) e.V. und Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann ausgezeichnet.
Für die SWG ist es bereits die dritte Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut“. „Es gibt nicht viele Wohnungsbaugenossenschaften mit drei Auszeichnungen. Die SWG ist also ganz oben dabei“, meint BBU-Vorständin Maren Kern. Das Unternehmen habe mit überschaubaren finanziellen Mittel erreicht, die beiden stadtbildprägenden Gebäudekomplexe nicht nur zu bewahren, sondern darüber hinaus auch deutlich aufzuwerten, heißt es in der Pressemitteilung des BBU. „Umbaumaßnahmen von denkmalgeschützten Anlagen sind immer eine ganz besondere Herausforderung. Die SWG hat bei dieser Sanierung mit viel Fingerspitzengefühl bewiesen, wie sehr sie mit der Stadt Spremberg verbunden ist“, begründete Maren Kern die Auszeichnung bei der feierlichen Übergabe des Qualitätssiegels in der vergangenen Woche.
Der Vorplatz und die Umgebung des 1867 erbauten Stadtbahnhofes blieben bis in die 1930er Jahre Brachland. Dann bekam die SWG von der Stadt den Auftrag, den Bahnhofsvorplatz als „Tor zur Stadt“ umzugestalten. Entstanden sind zwei symmetrisch angelegte zweigeschossige Gebäudekomplexe mit insgesamt 64 Wohnungen. Bis Ende der 1990er Jahre wurden stets nur kleinere Instandhaltungsmaßnahmen abgeschlossen, ehe 2018 nach insgesamt 19 Jahren die Komplettsanierung abgeschlossen werden konnte. Dabei wurden die Dächer neu gedeckt, die Dachböden gedämmt, Fenster und Türen ausgetauscht, die Keller abgedichtet, die Zufahrtsstraße erneuert und alle Leitungen und Hausanschlüsse neu verlegt. Sämtliche Wohnungen sind nun an die Fernwärme angeschlossen. „Durch diese energetischen Maßnahmen konnten wir eine deutliche CO₂-Reduzierung um insgesamt rund 50 Prozent erreichen. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern sorgt auch für günstigere Betriebskosten“, so SWG-Vorstand André Zink. Insgesamt wurden dafür rund 2,6 Millionen Euro investiert.
Das Qualitätssiegels „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Wirtschaftsminister Guido Beermann, der es sich nicht nehmen ließ, bei der Verleihung dabei zu sein und selbst ein paar anerkennende Worte an die SWG und an die Stadt Spremberg zu richten. „Der Bahnhofsvorplatz ist stadtbildprägend und mit der Umgestaltung hat das Tor zur Stadt eine echte Aufwertung erfahren. Die SWG stärkt mit diesem Projekt den Wohnstandort in seiner Ankerfunktion für die Region“, so der Landesminister.
Auch die Spremberger Bürgermeisterin, Christine Herntier, freute sich sehr über die Auszeichnung: „Die SWG ist ein ganz wichtiger Partner der Stadt und es ist toll, wenn deren Arbeit eine landesweite Anerkennung erhält.“ Die Bürgermeisterin ist davon überzeugt, dass Spremberg im Rahmen des Strukturwandels eine wichtige Rolle einnehmen wird. Durch das neue Bahnwerk und die geplante Unimedizin in Cottbus sowie die Ansiedlung mehrerer Bundesinstitutionen in der Lausitz werden viele neue Menschen in die Region kommen, ist sich Christine Herntier sicher. „Diese brauchen attraktiven Wohnraum, die die SWG mit der Sanierung dieses historischen Wohnkomplexes definitiv geschaffen hat“, so die Bürgermeisterin. SWG-Vorstand André Zink bedankte sich wiederum auch bei der Stadt, die für die Gestaltung der umgebenden Grünflächen mit der Bepflanzung von Rosen und Birken verantwortlich war. „Das ganze Lob kann ich nur an mein gesamtes Team weitergeben“, sagte Zink abschließend. Bildtext: V.l.n.r.: Matthias Brauner, Maren Kern (beide BBU), SWG-Vorstand André Zink, Lothar Koernig (SWG), Guido Beermann (MiL Brandenburg) und Bürgermeisterin Christine Herntier bei der Übergabe des Qualitätssiegels „Gewohnt gut“ vor einem der sanierten Gebäude auf dem Bahnhofsvorplatz. Foto: Simons