Junge Lausitz sponsert junge Ideen im Kommunalwahlkampf in Brandenburg und Sachsen

In den kommunalen Parlamenten werden die Entscheidungen getroffen, die eine Region für junge Menschen lebenswert machen, so der Tenor der »Jungen Lausitz«. Deshalb unterstützt das Netzwerk angehende Jungpolitiker im Kommunalwahlkampf.

Maria-Louise Hartmann

»Die Lausitz soll eine Region werden, die für junge Menschen attraktiv ist.« Mit diesem Ziel gründetet sich im Februar 2022 das parteiübergreifende, offene Netzwerk »Junge Lausitz«. Seitdem ist viel passiert. Es wurde eine Imagekampagne auf- und umgesetzt, sich auf eigens initiierten Veranstaltungen mit Interessierten und Vertretern unterschiedlichster parteipolitischer Jugendorganisationen vernetzt und ausgetauscht, Zukunftswerkstätten abgehalten und dort ein Perspektivplan und Rahmenbedingungen erarbeitet. Das Fazit: Mit Impulsen an die Entscheidungsträger heranzutreten reicht manchmal nicht aus. Deshalb geht das Netzwerk nun den nächsten Schritt.

Die Junge Lausitz um das Vorstands-Trio Justus Gutsche, Laura Staudacher und Jannis Simons (v.l.) möchte Kandierende mit jungen Ideen im Kommunalwahlkampf im Brandenburg und Sachsen finanziell unterstützen.
Foto: Sebastian Karas (Noodle Media)

Vom Impulsgeber zum Entscheider

Wer etwas verändern will, der muss mitmischen. Und zwar dort, wo die Entscheidungen gefällt werden. Und so will die »Junge Lausitz« nicht nur selbst die Seiten wechseln und vom Impulsgeber zum Entscheidungsträger werden, sondern auch allen jungen, politisch interessierten Menschen die Möglichkeit bieten, selbst die ersten Schritte in der Kommunalpolitik zu gehen.
Dafür hat sich das Netzwerk erneut für eine Förderung des Poltik-
Start-Ups JoinPolitics, dass politische Talente mit innovativen Ideen fördert, beworben. Mit Erfolg. Die Booster-Stipendien waren geboren.

Weg von Plakat- und Kugelschreiberwahlkampf

Mit den Fördermitteln, die dem Netzwerk nun zur Verfügung stehen, unterstützt die »Junge Lausitz« junge Kandidaten mit bis zu 2.000 Euro im Wahlkampf um ein kommunales Amt. Um sich für die sogenannten Booster-Stipendien zu qualifizieren, ist vor allem eins wichtig: Richtungsentscheidungen müssen im Wahlkampf Thema sein. Sprich: Die Themen, die jetzt für die Entwicklung der Lausitz wichtig sind, sollen auf die Agenda der kommunalen Parlamente.

Doch wann zählt man (noch) zu den »angehenden Jungpolitiken«, die hier gefördert werden und was genau versteht die »Junge Lausitz« unter innovativ? »Wir haben uns bewusst gegen eine Altersgrenze entschieden. Für uns zählt eher der junge Geist in und hinter den Ideen und die kann auch noch die 35-jährige Familienmutter haben«, so Jannis Simons, stellvertretender Vorsitzender der »Jungen Lausitz«. In Sachen Innovation möchte das Netzwerk neue Ideen sehen, um junge Menschen zu erreichen und in die Wahlkabinen zu locken. »Wir wollen weg von Plakat- und Kugelschreiberwahlkampf und hin zu Begegnungen«, so der 26-Jährige.

Sich begegnen, die eigenen Ideen für die Kommunalverwaltung vorstellen und vielleicht mit einem Booster-Stipendium nach Hause gehen: das können alle Interessierten zu den Pitch Days in Görlitz, Cottbus oder Hoyerswerda. Voranmelden ist Pflicht und möglich unter diesem Link.
Dort findet man auch nochmal alle Details zu den Voraussetzungen, Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen und kann sich allgemein über das junge Netzwerk informieren.

Info

Pitch Days
Anmelden und die Jury in maximal fünf Minuten von Dir überzeugen am:

  • 29. Februar, 18 Uhr: Görlitz, UnbezahlbarLounge
  • 5. März, 18 Uhr: Cottbus, Gründungszentrum Starblock B2
  • 25. März, 18 Uhr: Hoyerswerda, Lichthof des Alten Rathauses

Titelbild: Vertreter der »Jungen Lausitz«: Stellv. Vorsitzender Jannis Simons, Grafikerin Noreen Thiel, Vorsitzende Laura Staudacher und Programmatiker Justus Gutsche (v.l.n.r.). Foto: James Zabel

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