#hierwirdwas – die Lausitz ist und bleibt eine lebendige Region
Staatsminister Thomas Schmidt im Interview zur Imagekampagne für die sächsische Lausitz
Aus der Frühjahrsausgabe des STARK für die LAUSITZ-Magazins 2024
Der Strukturwandel im Lausitzer Braunkohlerevier muss sich nicht verstecken. »Hier wird was!«, das ist die Botschaft, mit der das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung den Menschen in der Lausitz genau das gerade zeigen will. Das Ministerium wirbt in der Region mit zahlreichen Großflächenplakaten. Darauf konfrontiert es Akteure verschiedener Strukturwandelprojekte mit landläufigen Klischees und Vorurteilen zur Entwicklung der Region nach dem Kohleausstieg. „Der Strukturwandel ist kein Vorhaben der Zukunft. Wir sind längst mittendrin. Natürlich bedarf es oftmals noch einer gewissen Fantasie, sich vorzustellen, was vielerorts aus den Projekten entstehen wird und was dies für die Region bedeutet. Absichtserklärungen, Projektanträge und Planungen sind längst nicht so überzeugend, wie Spatenstiche, Richtfeste, Einweihungen und Neueinstellungen«, so Thomas Schmidt, Staatsminister für Regionalentwicklung. „Mit unserer Kampagne wollen wir deshalb den Lausitzern sagen: ‚Hier entsteht etwas, Ihr könnt Zukunft gestalten und wir unterstützen Euch dabei.‘ Wir machen Engagement und tolle Projekte des Strukturwandels sichtbar. Wir wollen zeigen, dass niemand die Region verlassen muss. Ganz im Gegenteil: Wir brauchen die Menschen hier. Denn kluge Köpfe und zupackende Hände werden die wichtigste Ressource sein“, so der für Strukturentwicklung zuständige Fachminister weiter.
Die Kampagne »HIER WIRD WAS!« wirbt deshalb mit fünf Männern und Frauen, die alle auf ihre Weise mit eigenen Projekten die Strukturentwicklung in der Lausitz voranbringen und dabei auch negativen Meinungsbildern entschieden entgegentreten.
„STARK für die LAUSITZ“ fragte nach bei Staatsminister Thomas Schmidt, dem natürlich die gesamte Lausitz am Herzen liegt, der jedoch nur für den sächsischen Teil der Lausitz, der Oberlausitz, politisch verantwortlich sein kann.
Herr Schmidt, immer wieder hört man, dass die Bürgerschaft nicht mitgenommen werde im Strukturwandel. Auch öffentlichen Kampagnen stehen manche Lausitzer skeptisch gegenüber. Können Sie davon ausgehen, dass es bei #hierwirdwas anders ist?
Staatsminister Thomas Schmidt: Der Strukturwandel ist ein komplexes und hochemotionales Thema, das die Menschen vor Ort sehr beschäftigt. Dabei ist so Vieles in voller Fahrt, auch wenn bislang zahlreiche Projekte vor allem in Absichtserklärungen standen und auf dem Reißbrett entworfen wurden. Allmählich kommen wir aber in die Situation, dass die Menschen vor Ort sehen und erleben, was der Strukturwandel Positives und Zukunftsträchtiges für die Region mit sich bringt. Wir müssen hierbei zugleich das klare Zeichen setzen, dass wir jeden klugen Kopf und jede anpackende Hand in der Lausitz brauchen – und Menschen von außen, die in die Region kommen. Dazu müssen zuallererst die Bedingungen stimmen. Wer künftig in der Lausitz arbeitet, wünscht sich ein lebenswertes und familienfreundliches Umfeld – Kindergärten, Schulen, Einkaufs-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. Unsere Kampagne soll ein Anfang sein, den Menschen im Lausitzer Revier zu zeigen, was sich alles bewegt und wie wir gemeinsam mit ihnen ihre Heimat zu einer Zukunftsregion machen.
Die Kampagne läuft seit etwa einem halben Jahr. Wie wurde die Botschaft angenommen?
Die Videos werden geklickt, die Online-Werbung erreicht viele, Menschen sehen unsere Werbung im Regionalfernsehen, hören unseren Werbespot, blättern den WochenKurier auf und sehen unsere Werbung. Auch unsere Werbeköpfe geben uns gutes Feedback, wenn sie sagen, dass sie von Verwandten, Freunden und Kollegen positiv darauf angesprochen werden, wenn sie auf unseren Großflächen-Plakaten gesehen wurden. Was mir aber genauso wichtig ist: Mich selbst sprechen Menschen darauf an. Und mehr noch – auf einmal höre ich immer öfter, wenn ich im Revier unterwegs bin: Hier wird was! Wenn diese Aussage nachwirkt, sich das gute optimistische Gefühl bei den Menschen vor Ort breitmacht, dass sich in der Lausitz etwas tut, dann sind wir eindeutig auf dem richtigen Weg.
Nach welchen Maßstäben werden die Protagonisten auf den Plakaten ausgewählt?
Im Grunde genommen haben wir die Qual der Wahl. Wichtig ist es, beispielhaft Projekte vorzustellen, die unsere Strategie verdeutlichen. Zugleich ist es uns wichtig, dass es echte Menschen sind, die für das Projekt stehen und mit Herzblut dafür eintreten. Wem nimmt man denn besser ab, dass es im vorangeht, als den Menschen, die aus dem Revier kommen und an die Zukunft der Region glauben? Mir macht es nicht nur viel Freude, unsere „Kampagnen-Köpfe“ auf den Plakaten, Zeitungsanzeigen und den Videos zu sehen, sondern vielen von ihnen bei meinen Besuchen in die Lausitz zu begegnen.
Was wäre für Sie eine ideale Wirkung von #hierwirdwas?
Wenn die Menschen in der Lausitz den Eindruck gewinnen, dass der Strukturwandel nicht nur eine Idee ist, sondern dass wir längst mittendrin stecken. Viele machen sich Gedanken um die Zukunft ihrer Heimat – und viele entwickeln tolle Ideen dafür. Das wollen wir sichtbar machen und dem Gefühl entgegentreten, es würde sich nichts tun. Das Gegenteil ist der Fall: Die Lausitz ist nicht nur eine Zukunftsregion im Freistaat Sachsen und in Deutschland, sondern in ganz Europa!
Vielen Dank für das Gespräch!
„STARK für die LAUSITZ“ ist erschienen!
Kürzlich erschienen ist die neueste Printausgabe unseres STARK für die LAUSITZ-Magazins. Diesmal im Fokus: Der Landkreis Bautzen und seine Leuchtturmstädte Bautzen, Kamenz, Hoyerswerda und Bischofswerda. Ab jetzt frei erhältlich in vielen regionalen Auslagestellen in der Ober- und Niederlausitz und online als E-Paper hier.
Sie wollen sich auch lausitzweit 40.000 + präsentieren? Alle Informationen zu Anzeigenschlüssen, Erscheinterminen und Preisen können Sie den Mediadaten entnehmen. Gern erstellen wir Ihnen auch ein individuelles Angebot. Sprechen Sie uns einfach an!
Ihr Kontakt: Jannis Simons – +49 174 32365241 – jannissimons@wochenkurier.info
