„Hier wird was!“ – Industriepark Schwarze Pumpe kann weiterwachsen
28 Millionen Euro Strukturförderung fließen in Standortentwicklung Schwarze Pumpe
C.M. Schwab
Der sächsische Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe in der Gemeinde Spreetal (Landkreis Bautzen) wird fit gemacht für weitere Ansiedlungen: Für die Standortentwicklung an der Landesgrenze zu Brandenburg erhielt der Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe am 3. Juni Fördermittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen in Höhe von rund 28 Millionen Euro. Schwarze Pumpe ist ein Anker für den Strukturwandel und das industrielle Zentrum der Lausitz.
„Hier wird was!“, ist Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung, überzeugt. Er sei gern hier, „weil in Schwarze Pumpe was passiert!“ und nennt als ein Beispiel das Unternehmen Altech, dessen Produktionsvorbereitungen auf dem Batteriesektor deutlich vorangingen. „Aber es geht nicht nur um neue Arbeitsplätze, sondern um die Zukunft einer ganzen Region.“ Das bestätigt auch Dr. Romy Reinisch, Beigeordnete beim Landkreis Bautzen: „Ein großer Schritt auch für unseren gesamten Landkreis, der entscheidend für die Zukunft ist.“
Mit den Fördermitteln kann der Industriepark Schwarze Pumpe die dringend notwendige Standortentwicklung, Erweiterung und Erschließung des Gewerbegebietes auf dem sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe realisieren. Der Ausbau führt zu besseren Rahmenbedingungen für Neuansiedlungen und stärkt den Wirtschaftsstandort.
Zum geförderten Vorhaben gehören der Zukauf von insgesamt 368.000 Quadratmetern Grundstücksfläche und die Umnutzung von Flächen. Die Investitionshilfe fließt zudem in den Bau und die Erschließung von Verkehrswegen auf dem Gelände des Industriegebietes, die Revitalisierung von Altbestandsflächen durch Rückbau von Rohrbrücken und in die infrastrukturelle Vorbereitung der neuen Ansiedlungsflächen, u.a. werden die Industriepark-Straßen ertüchtigt. Die neuen Gewerbeflächen bringen zusätzliche Arbeitsplätze für die Region und treiben die Stärkung der Wirtschaftsstruktur voran.
Hoffen auf Brandenburger Seite
Christine Herntier, stellvertretende Vorsteherin des Zweckverbands, brachte in ihrer Dankesrede auch die Hoffnung zum Ausdruck, dass mit dem Förderentscheid des Freistaats Sachsen auch ein Impuls an die Landesspitze von Brandenburg geht. Denn auch von dort seien entsprechende Mittel zur Standortentwicklung auf der brandenburgischen Seite des Industrieparks dringend notwendig. „Beides Bundesländer stehen miteinander in im Wettbewerb. Aber der ist gesund, denn es geht nicht darum, neidisch aufeinander zu schauen. Wir arbeiten schließlich an einem gemeinsamen Ziel.“ Die Bürgermeisterin von Spremberg hofft darüber hinaus, dass sich in den kommenden Jahren die Summe des Zuwendungsbescheids durch Investitionen von Unternehmen im Industriepark verzehnfacht.
Carsten Baumeister, Betriebsleiter von Altech im Industriepark Schwarze Pumpe, bringt beispielhaft die Unternehmersicht ein: „Die Übergabe des Förderbescheides zur Weiterentwicklung des Industrieparks ist ein starkes Zeichen seitens der sächsischen Landesregierung, den eingeschlagenen Kurs im Strukturwandel weiter umzusetzen. Dies ist insbesondere wertvoll, da Bundesmittel für Investitionen in die Lausitz derzeit nicht ausreichend zur Verfügung stehen.
Dieser Bescheid ermöglicht dem Standort und der Region Lausitz, sich somit im Vergleich mit nationalen und internationalen Standorten im Wettbewerb zu stellen.“ Auch er hofft, „dass die Brandenburger Seite hier zeitnah eine gleiche Entscheidung treffen wird, da weitere Flächen benötigt werden, um eine verzahnte Wertschöpfung vor Ort zu generieren.“
Roland Peine, Technischer Geschäftsführer der ASG Spremberg GmbH und Industrieparkmanager, stellte anlässlich des Ministerbesuchs die Vision des Industrieparks „Spremberg – Mission `28“ vor. Das Motto: „Green Industry. Smart Life.“ Dabei betont er, dass die nötigen Ansiedlungen dazu bereits da bzw. in Planung sind und zählt RefLau, Green Fuels Lausitz, Altech, Green CircEcon, Group 14 Silane, das Dock 3 Lausitz und das Internationale Fachkräfte-College (IFC) auf. „Alle Investoren legen auf Nachhaltigkeit Wert. Der Industriepark ist dazu bereit. Jetzt warten wir auf die Kraftwerksstrategie des Bundeswirtschaftsministeriums.“
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