„Hier passiert ja was“ – Glasfaserausbau in Drebkau startet
Jannis Simons
Nachdem der Landkreis Spree-Neiße und Deutsche Glasfaser im September des vergangenen Jahres den symbolischen ersten Spatenstich auf dem Steinitzhof Drebkau für den flächendeckenden Glasfaserausbau im gesamten Landkreis tätigten, konnte Anfang Februar nun auch der offizielle Baustart für den Glasfaserausbau in der Großgemeinde Drebkau erfolgen.
Der Startschuss für den Glasfaserausbau in der Großgemeinde Drebkau erfolgte kürzlich im Ortsteil Leuthen. Dort wird jetzt parallel mit dem geförderten und dem privatwirtschaftlichen Ausbau begonnen. Danach soll es in Schorbus, Greifenhain und Casel weitergehen, ehe es direkt im Drebkauer Stadtgebiet mit dem „Buddeln“ losgeht. Demnach kann es in den kommenden Wochen und Monaten leichte Einschränkungen durch gesperrte Straßensperrungen oder kurzfristig geänderte Straßenverläufe geben. Zu großen Behinderungen wird es laut Peter Kluge, Projektleiter für den geförderten Glasfaserausbau im Spree-Neiße-Kreis in der Regel jedoch nicht kommen. „Die Baumaßnahmen, die am Tage gestartet werden, sollen am Abend wieder abgeschlossen sein“, so Kluge. Die Stadt Drebkau bitte bei etwaigen Einschränkungen um Verständnis.
Gefördertes Breitbandprojekt vom Landkreis Spree-Neiße
Bei dem Glasfaserausbau, das jetzt in Drebkau gestartet ist, handelt es sich um ein gefördertes Breitbandprojekt vom Landkreis Spree-Neiße. Der Vorteil hier ist es, dass der geförderte und der privatwirtschaftliche Ausbau in Kombination läuft. So muss dort kein zweites Förderprojekt mehr aufgelegt werden, um den Wünschen der Bundesregierung, gigabitfähige Internetverbindungen für alle Haushalte und Unternehmen in Deutschland zu schaffen, gerecht zu werden, erklärt der Projektleiter von Deutsche Glasfaser.
Bisher laufe auch alles nach Plan. Rohstoffengpässe gäbe es bislang nicht. Lediglich die Genehmigungsverfahren ziehen sich teilweise etwas hin. Für alle bisher Unentschlossen ist es nach wie vor möglich, Verträge mit Deutsche Glasfaser abzuschließen. Auch wer im geförderten Ausbaubereich wohnt, müsse sich für einen passiven Glasfaseranschluss registrieren. Ansonsten würde kein Anschluss direkt bis ins Haus verlegt werden. Ein vertraglicher Abschluss mit Deutsche Glasfaser sei dafür nicht nötig, so Peter Kluge.
Das Informations-Büro des Unternehmens an der Tankstelle im Drebkauer Gewerbegebiet, direkt an der B169, hat für alle Fragen rund um dieses Thema auch weiterhin geöffnet. Die Öffnungszeiten sind von Montag und Mittwoch von 10:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr.
Bis Ende des Jahres soll der Glasfaserausbau in Drebkau abgeschlossen sein. Im Sommer sollen bereits die ersten Kunden ihren Anschluss nutzen können. „Wir sind natürlich glücklich und freuen uns, dass wir als erste Kommune im Landkreis mit dem Glasfaserausbau beginnen können. Das bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt eine große Verbesserung, gerade in der jetzigen Zeit, in der vieles über digitale Medien läuft und Homeoffice sowie Telearbeit immer mehr Menschen in Anspruch nehmen. Auch die Schulen und Kitas unserer Gemeinde werden davon in Zukunft profitieren und wir hoffen, dass wir damit noch weitere unternehmerische Ansiedlungen anlocken“, sagte Kerstin Hoppe, stellvertretende Drebkauer Bürgermeisterin am Rande des symbolischen Spatenstichs. „Die Menschen vor Ort werden jetzt sehen: Hier passiert ja was“, blickt Projektleiter Peter Kluge positiv voraus.

Foto: Simons