Fast eine Million Euro Fördermittel fürs Sportzentrum Cottbus

Die Planungen für den barrierefreien Ausbau des Cottbuser Sportzentrums können nun vorangetrieben werden. Die Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Ministerin Kathrin Schneider, übergab der Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe dafür einen Förderscheck in Höhe von fast einer Million Euro.

pm / Jannis Simons

Das Sportzentrum soll als „Herzstück der Sportstadt Cottbus“ barrierefrei ausgebaut werden, so Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe. Dazu zählt auch ein Paracycling-Center – eine Radsporthalle für Sportler mit Behinderungen. Die Athletinnen des Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein (BPRSV) e.V. aus Cottbus hatten bei den Paralympischen Spielen in Tokio im vergangenen Jahr 10 Medaillen gewonnen, darunter zwei goldene durch Jana Majunke im Paracycling. Für ein Viertel aller deutschen Medaillen wurde der Grundstein im paralympischen Zentrum in der Lausitz gelegt, was die Bedeutung des Sportzentrums in ganz Deutschland einmal mehr untermauert. Der gesamte Umbau im Sportzentrum soll 10,13 Millionen Euro kosten und wird u.a. aus Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes finanziert. Zum barrierefreien Ausbau gehören unter anderem Rampen, Aufzüge, barrierefreie Bäder und Wege sowie ein Wegeleitsystem auch für sehbehinderte Menschen. Das sei auch wichtig, damit das Sportzentrum weiterhin seinen Status als Bundesstützpunkt beibehält, der noch bis 2024 anerkannt ist. Dieser garantiert dem Sportzentrum Fördergelder aus dem Bund zur Betreibung der Anlage. Aktuell hat das Sportzentrum den Status als Bundesstützpunkt in den Sportarten Radsport, BMX und Turnen sowie Radsport und Leichtathletik im paralympischen Sport.

Ministerin Kathrin Schneider (Mitte) bei der Übergabe der Fördermittel für das Sportzentrum Cottbus. Foto: Simons

Nicht nur der Spitzensport profitiert

Ministerin Kathrin Schneider betonte bei der Förderübergabe in der vergangenen Woche: „Der Sport mit seiner Ausstrahlung für die Stadt, die Lausitz und international trägt viel zu einem positiven Lebensgefühl und einer attraktiven Region bei. Auch das ist wichtig im Strukturwandel.“ Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe: „Alles, was wir hier für den Spitzensport im olympischen wie paralympischen Bereich machen, kommt auch dem Nachwuchs-, Vereins- und Breitensport zugute und nicht zuletzt den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltungen hier im Sportzentrum.“ Auch der Stadtsportbund ist Untermieter des Sportzentrums und die Schulen der Stadt Cottbus nutzen das Leichtathletik-Stadion.

Bei einem Rundgang informierte sich Ministerin Schneider über den Aufbau und die Möglichkeiten, aber auch den Sanierungsbedarf des Sportzentrums. Gespräche führte sie u.a. mit den Trainern Detlef Uibel, Ralf Paulo, Reneé Schmidt und Karsten Oelsch sowie mit Paragold-Gewinnerin Jana Majunke.

Info

Der Bund stellt dem Land Brandenburg bis 2038 insgesamt 3,612 Milliarden Euro Finanzhilfen zur Förderung kommunaler und regionaler Projekte für die Strukturentwicklung in den vier Lausitzer Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald sowie der kreisfreien Stadt Cottbus zur Verfügung. Die erste Förderperiode läuft bis zum 31.12.2026. Brandenburg hat innerhalb dieser ersten Förderperiode rund 1,42 Mrd. € Bundesmittel zur Verfügung. Die Finanzhilfen sind Teil der insgesamt vom Bund bereit gestellten rund 10,32 Milliarden Euro zur Strukturstärkung in der brandenburgischen Lausitz. Den Rahmen für die gesamte Strukturentwicklung in der Region bildet das Lausitzprogramm 2038, das das Brandenburger Kabinett im August 2020 beschlossen hat.

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