Erster Spatenstich für BiFi in Guben

Künftig wird der Kult-Salami-Snack in der Neißestadt produziert. In der vergangenen Woche erfolgte nun der erste Spatenstich für den Neubau der BiFi-Fabrik in Guben.

Dany Dawid

Das Unternehmen beschäftigt weltweit 3.500 Mitarbeiter und betreibt bisher größere Standorte in den USA, dem Wirtschaftsraum Europa-Arabien-Afrika, Lateinamerika und Australien. In Deutschland befindet sich bisher eine Produktionsstätte in Ansbach in Bayern. Die zweite Produktionsstätte wird nun in Guben errichtet.

Produktionsstart in zwei Jahren

»Wir sind sehr stolz und voller Vertrauen, dass wir hier auch zukünftig noch weiterwachsen können. Innerhalb von zwei Jahren wollen wir hier anfangen zu produzieren, so ist der Plan und der Stand heute«, sagt Jan Pieter Schretlen, Vorsitzender Geschäftsführer Jack Link’s Europa. Zu Beginn sollen hier 80 hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden, für Mitarbeiter, die in einer automatisierten Umgebung arbeiten werden. »Ich bin sehr beeindruckt von den Behörden hier in Guben und der brandenburgischen Region. In ganz Europa haben wir geschaut, wo wir am besten unser zweites Werk aufbauen könnten. Und hier in Guben haben wir eine gute Wahl getroffen«, sagt Schretlen und lobt die unkomplizierte
Zusammenarbeit mit dem Team um Bürgermeister Fred Mahro.
Die Unterstützung, um das Werk zu ermöglichen, war schnell und kreativ.« Das Areal im Gewerbegebiet bietet Platz für drei weitere baugleiche Produktionshallen, welche in den Folgejahren errichtet werden können und somit Potenzial für weiteres Wachstum der BiFi-Marke sowie für Beschäftigung im Landkreis Spree-Neiße bietet.

Jetzt sind die Bauarbeiten im Gubener Gewerbegebiet gestartet.
Foto: Stadt Guben/Laura Böhme

Bei dem neuen Bauprojekt handelt es sich um eine Großinvestition, die mit etwa 50 Millionen Euro beziffert wird und sich über eine Fläche von 220 x 40 Metern erstreckt. Für den Hochbau und die Ausrüstung führte der Fleischsnack-Hersteller Jack Link’s, zu dessen Markenfamilie BiFi seit 2014 gehört, mit zahlreichen Firmen der Region Verhandlungen.
Dem Ziel, möglichst viel Arbeit und Wertschöpfung von Unternehmen
in und um die Lausitz einzukaufen, wurde damit Rechnung getragen.
»Heute ist ein Tag, den ich nicht vergessen werde«, sagt Gubens Bürgermeister Fred Mahro und betont: »Ich bin 30 Jahre in der Verwaltung beschäftigt und ich hätte gern viel mehr solcher Tage
in der Vergangenheit erlebt. Es ist ein großer Tag für diese Stadt und
auch für mich persönlich. Denn ich habe mich sehr darüber gefreut.«

Anfangs stand das Projekt sogar einmal auf der Kippe. Denn am 19. Dezember 2020, zwei Tage vor Mahros 60. Geburtstag, wurde der Verwaltung mitgeteilt, dass der Standort Guben aufgegeben wird. Die Fläche am ursprünglich geplanten Industriegebiet würde u.a. nicht ausreichen. »Wir haben dann noch über Weihnachten dem Investor das Gewerbegebiet angeboten. Innerhalb von acht Wochen sollten wir dazu eine Präsentation des Gewerbegebietes vorlegen. Und wenn es genauso wie das Industriegebiet wäre, würde die Entscheidung noch einmal überdacht werden. Wir haben uns dann im Rathaus zusammengesetzt und konnten schlussendlich auch mit dem Gewerbegebiet alle Ansprüche des Investors erfüllen.«

Ebenfalls ist Fred Mahro über die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Behörden glücklich. »Allen voran genannt seien aber die Bauaufsicht der Kreisverwaltung des Landkreises Spree-Neiße und das Landesamt für Umwelt, die u.a. durch einen regen Austausch und umfangreichen Beratungen zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.

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