„Du hast Visionen? Geh nicht zum Arzt – komm in die Lausitz“ – Junge Lausitz stellt Perspektivplan für die Region und erste Motive der Imagekampagne vor

Das Netzwerk „Junge Lausitz“ (JL) ist ein überparteilicher Zusammenschluss von jungen Menschen zwischen 14 und 35 Jahren, die sich aktiv für eine positive Zukunft ihrer Heimatregion einsetzen. Im vergangenen halben Jahr haben die inzwischen rund 50 Netzwerkmitglieder einen Perspektivplan, in dem Ideen für konkrete Strukturwandelprojekte und notwendige politische Rahmenbedingungen für junge Menschen vorgeschlagen werden, und eine Imagekampagne erarbeitet. Am gestrigen Dienstag stellte das Netzwerk die Ergebnisse erstmals öffentlich vor.

pm / jas

„Wir sind überzeugt: Die Zukunft gehört der Lausitz“, erklärt Justus Gutsche, Vorstandsmitglied der Jungen Lausitz und Verantwortlicher für den Perspektivplan, die Motivation hinter dem Papier. Gutsche weiter: „Mit fünf konkreten Vorschlägen bringen wir junge Ideen in den Strukturwandelprozess ein. Aus unserer Sicht sind diese Projekte konkrete Ansätze für Leuchttürme, mit denen die Lausitz eine Anziehungs- und Bindungswirkung auf junge Menschen ausübt.“ Als konkrete junge Strukturwandelprojekte schlägt die Junge Lausitz unter anderem einen Ausbildungscampus in der Nähe des BTU-Campus, ein E-Sport-Leistungszentrum und eine Hyperloop-Teststrecke vor. 

„Unsere Ideen sind Impulse an die Verantwortlichen für den Strukturwandel“, erklärt Laura Staudacher, Vorsitzende der Jungen Lausitz, und ergänzt: „Unsere Netzwerkmitglieder haben in der Lausitz ihre Heimat und wollen den Strukturwandel mitgestalten, weil sie sehen, dass dieser eine riesige Chance für die Region ist. Oftmals wissen viele junge Menschen aber nicht, wie sie ihre Ideen und Meinungen in den politischen Prozess einbringen sollen. Institutionalisierte Formen von Jugendbeteiligung sind leider noch zu gering ausgeprägt. So hat Cottbus beispielsweise nicht einmal einen Jugendbeirat. In vielen Lausitzer Gemeinden sieht das ähnlich aus. Deshalb haben wir diese junge Perspektive auf den Strukturwandel und die Lausitz in unserem Perspektivplan gebündelt.“ In den kommenden Monaten will das Netzwerk mit Entscheidern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft über die Ideen aus dem Perspektivplan ins Gespräch kommen.

Justus Gutsche, Vorstandsmitglied der Jungen Lausitz, bei der Enthüllung eines Plakatmotives der eigens erarbeiteten Imagekampagne des Netzwerks.
Foto: Sebastian Karas

„5 Euro pro Quadratmeter? In Berlin platte, bei uns Villa“

Neben diesen Projektvorschlägen hat die JL in ihrem Perspektivplan auch „Rahmenbedingungen für eine attraktive junge Region“ festgelegt. So müsse aus ihrer Sicht u.a. das Studien- und Ausbildungsangebot verbessert und erweitert, der Wirtschaftsstandort Lausitz durch ein digitales „Netzwerk Unternehmensnachfolge“ gestärkt, die Bürokratie-Hürden für Festival- und Partyveranstalter erleichtert sowie die sorbische und wendische Kultur als Teil der Lausitzer Identität greif- und erlebbarer gemacht werden.

Ebenso arbeitete die JL in den vergangenen Monaten intensiv an einer Imagekampagne von der jungen Zielgruppe für die junge Zielgruppe. Sie überlegten sich in mehreren Sitzungen markante, freche, aufmerksamkeitserregende Slogans, die zur Region passen, und dazu authentische Fotomotive mit echten Protagonisten aus dem Netzwerk. Damit soll in umliegenden Großstädten, wie Berlin, für den Verein und die Chancenregion Lausitz geworben werden. Das Ganze soll verknüpfend auch online über Social Media bespielt werden.

Der vollständige Perspektivplan kann hier angeschaut und gelesen werden.

Info: Die Hauptzielgruppe der Jungen Lausitz sind junge Menschen zwischen 14 und 35 Jahren. Gefördert und unterstützt wird der Verein aktuell vom Berliner Startup „Join Politics“ und ihrem breiten Mentoren-Netzwerk. Über weitere Vernetzungs- und Unterstützungsmöglichkeiten ist der Verein offen gegenüber eingestellt.

Kontakt: kontakt@junge-lausitz.de

„Die Junge Lausitz ist am Start“, lautete die Überschrift zur Vorstellung des Perspektivplans und einer Auswahl von Plakatmotiven für die Imagekampagne, die das Netzwerk demnächst starten möchte. (V.l.n.r.: Justus Gutsche, Jannis Simons, Laura Staudacher, Alexander Keil und Lars Katzmarek)
Foto: Sebastian Karas
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