Deutsche Bahn und BTU Cottbus-Senftenberg intensivieren ihre Zusammenarbeit

Wissenschaft und Wirtschaft rücken in der Lausitz noch enger zusammen: Die Deutsche Bahn (DB) und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) haben am heutigen Montag einen Rahmenkooperationsvertrag über eine intensive Zusammenarbeit unterzeichnet. Was alles geplant ist.

pm / jas

Kurz gesagt: Die zwei Partner wollen sich rund um Studium, Lehre und Forschung an der BTU sowie zu den Themen Beschäftigungsperspektiven und Berufsvorbereitung von Studierenden noch stärker vernetzen und gemeinsam agieren. Dadurch möchte die BTU zusätzliche Studierende gewinnen, insbesondere in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Technik). Die DB wird den Studierenden dagegen berufliche Perspektiven in der Eisenbahnbranche und im neuen ICE-Werk in Cottbus aufzeigen und Einstiegsmöglichkeiten anbieten. Zielgruppen seien neben Studierenden und Absolvent*innen auch Studienaussteiger*innen.

„Die Partner sind sich der Verantwortung für die Region Lausitz bewusst und sind bestrebt, den Strukturwandel in der Region positiv zu begleiten“, heißt es in dem Kooperationsvertrag, den BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande, DB-Personalvorstand Martin Seiler und Ramona Grün, Geschäftsführerin Personal bei der DB Fahrzeuginstandhaltung heute unterzeichnet haben. Deshalb wolle man die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung für die Region vorantreiben und berufliche und wissenschaftliche Perspektiven schaffen.

BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande: „Ich freue mich, dass wir mit der heutigen Unterzeichnung des Rahmenvertrages einen wichtigen Schritt zur weiteren Intensivierung der Kooperationen mit der DB gehen können. Die Zusammenarbeit bietet so viele Chancen: für die Zukunftsperspektiven junger Menschen in der Lausitz, für die Stärkung des Forschungs- und Lehrprofils der BTU, für Personalentwicklung und Attraktivität der DB. Davon bin ich überzeugt.“

Glückliche Gesichter nach der Unterzeichnung des Rahmenkooperationsvertrages: Ramona Grün und Martin Seiler, beide Deutsche Bahn, gemeinsam mit BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande (Mitte). Foto: BTU, Sascha Thor

Für mehr Praxis im Studium

Schon heute kombinieren Studierende in den dualen Studiengängen Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Elektrotechnik ihre akademische Ausbildung an der BTU mit berufspraktischen Teilen bei der DB. Die DB zeigt sich als Arbeitgeberin vor Ort und offeriert vakante Stellen auch über die Universität und deren Recruitingmesse campus-X-change.

Künftig soll Studierenden verstärkt über Exkursionen und Gastvorträge, Praktika, Werkstudententätigkeiten und Abschlussarbeiten die Berufswelt der Bahnbranche nähergebracht werden. Auch Möglichkeiten für DB-Tage für Studieninteressierte oder Job Shadowing – also die Begleitung von DB-Kolleg*innen – wollen die Partner ausloten. Ebenfalls wollen sich beide Partner für die Integration von Studierenden aus dem Ausland in den lokalen Arbeitsmarkt engagieren. Gemeinsam mit der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer will die DB zudem Studienaussteigern eine berufliche Perspektive im regionalen Handwerk oder bei der Bahn bieten und alternative Qualifizierungswege aufzeigen.

Um den Praxisbezug im Studium oder in Studiengängen (wie z.B. dem Bauingenieurwesen oder dem Maschinenbau) an der BTU weiter zu stärken, plant die DB, verstärkt Studien- und Promotionsarbeiten an geeignete Kandidaten der BTU zu vergeben. Vorgesehen ist außerdem, dass DB-Mitarbeitende nach Möglichkeit Lehrtätigkeiten an der BTU übernehmen, um die Vernetzung am Bahn- und Bildungsstandort Cottbus weiter zu stärken.

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