Bundespräsident vermarktete Diplomaten aus aller Welt die Lausitz
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bereiste mit über 100 Diplomaten die Lausitz und warb für die aufstrebende Region in Südbrandenburg. Besucht wurden die Brandenburgisch-Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), der Fürst Pückler-Park Branitz und der Spreewald.
C. M. Schwab
Wandel ohne Bruch: Ein langer Weg
In seiner Begrüßungsrede betonte der Bundespräsident, dass der Wandel in der Lausitz angesichts des Kohleausstiegs ein tiefer Eingriff sei, bei dem die Menschen mitgenommen werden müssen. Er könne nur gelingen, so Steinmeier, „ohne so gewaltige Strukturbrüche“, wie die Menschen sie nach der Wende Anfang der 90er Jahre schon einmal erlebt hätten. „Transformation greift ein in die Mentalitäten, in die Traditionen und die Lebenskultur. Alle sind dabei zu überlegen, wie ist der richtige Weg und wie bekommt man die Unterstützung der Bevölkerung. Es ist ein langer Weg, das wissen wir und das weiß man insbesondere in Brandenburg.“
An der BTU schaute sich die Diplomaten-Delegation verschiedene Institute und Projekte an, die sich u.a. mit der Erforschung klimafreundlicher Energie beschäftigen. Danach stand eine Führung durch den Park Branitz in Cottbus auf dem Programm. „Der Park war in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus einer Sandwüste entstanden und wurde zu einem paradiesischen Ort“, so Steinmeier in seiner Rede. Meinte er das symptomatisch für die Lausitz?
Kahnfahrt im Spreewald
Eine Kahnfahrt durch den Spreewald schließlich durfte nicht fehlen. Für den Abend hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zu einem Empfang im Schloss Lübbenau eingeladen. Woidke bezeichnete in seiner Begrüßung als Gastgeber die Lausitz als „wohl dynamischste Region Deutschlands“, welche Wirtschaftswachstum eng mit Klimaschutz verbinde. „Und daher wird sie auch nach dem Ende der Braunkohle ein Energie- und Industriezentrum bleiben“, sagte Woidke.

Ohne Frieden
Am Rande des Besuchs des Pückler-Parks hatten sich einige Demonstranten versammelt, die an den Bundespräsidenten den Appell richten wollten, „echte Friedensverhandlungen“ beim Ukraine-Krieg zu unterstützen. Sicherheitspersonal jedoch verhinderte, dass sie zu Frank-Walter Steinmeier durchdringen konnten.
Der Bundespräsident hatte an diesem Tage wie kaum ein anderer aus der Ebene der Bundesregierung vor internationalen Entscheidern für die Lausitz geworben. Der Slogan der Demonstranten „Ohne Frieden ist alles nichts“ jedoch ließ sich an jenem Tag ignorieren, aber nicht wegwischen.
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