Bundesnetzagentur eröffnet neuen Standort in Cottbus

pm/Jannis Simons

In Cottbus läuft der Transformationsprozess im Rahmen des Strukturwandels weiter auf Hochtouren. So eröffnete Ende der vergangenen Woche mit der Bundesnetzagentur eine weitere Bundesbehörde einen neuen Standort in Cottbus, der rund 100 neue Arbeitsplätze in die Region bringt.

Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Zentralstandort in der Heinrich-Hertz-Straße in Cottbus eröffnet. Rund 100 neue Arbeitskräfte werden dort die Bereiche Stromnetzausbau, Recht auf schnelles Internet und das Marktstammdatenregister unterstützen. Darunter sind u.a. Ökonomen, Informatiker, Ingenieure, Verwaltungskräfte und Juristen. Cottbus wird damit zum viertgrößten Standort der Bundesnetzagentur deutschlandweit. 

„Mit unserem neuen Standort in Cottbus tragen wir dazu bei, Zukunftsthemen in einer Region mitzugestalten, die von den Herausforderungen des Strukturwandels besonders betroffen sind,“ sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. 

„Die Ansiedlung der Bundesnetzagentur ist für die Stadt Cottbus wie auch die Region ein Gewinn. Von hier aus wird weiter am Fortschritt von Energiewende und Digitalisierung gearbeitet. Der Ausbau der Stromnetze und die flächendeckende Breitband- und Mobilfunkabdeckung sind grundlegender Bestandteil für wirtschaftlichen Erfolg und Daseinsvorsorge,“ erklärte Prof. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg bei seiner Festansprache.

Drei Aufgabenschwerpunkte 

Ein Aufgabenschwerpunkt der Bundesbehörde in Cottbus wird der Ausbau des Stromnetzes, also Planungs- und Genehmigungsverfahren für neue Stromtrassen, sein, damit große Mengen an Strom von den windreichen Regionen in Nord- und Ostdeutschland in den Süden transportiert werden können. Im Marktstammdatenregister, der Datenbank der Energiewende, sind inzwischen über zwei Millionen Stromerzeugungsanlagen Deutschlands verzeichnet. Diese Daten werden zukünftig von Cottbus aus gepflegt und kontrolliert. Eine weitere Aufgabe wird sein, die Grundversorgung mit schnellem Internet in ganz Deutschland zu verbessern. 

Brandenburgs Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, die Bürgermeisterin der Stadt Cottbus, Marietta Tzschoppe, und der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung. (v.l.n.r.) Foto: Simons

„Kopf hoch, Lausitzer!“

Marietta Tzschoppe, Bürgermeisterin der Stadt Cottbus, fand bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung nur positive Worte. „Das ist eine weitere Ansiedlung neben der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG und der des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die Vertrauen schafft bei den Bürgerinnen und Bürger in Cottbus und der Lausitz“. Das bringe immer mehr neue junge Menschen in die Region, hoffe die Bürgermeisterin. „Es lohnt sich nach Cottbus zu kommen, aber auch hier zu bleiben,“ so Tzschoppe. Sie hieß alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesnetzagentur am neuen Standort in Cottbus herzlich willkommen und machte deutlich: „Sie sind jetzt Botschafter unserer Region.“

„Der Bund hält hiermit Wort, den Transformationsprozess zu unterstützen, indem er Bundeseinrichtungen in der Lausitz ansiedelt,“ zeigte sich Wirtschaftsminister Prof. Steinbach erleichtert. Gleichzeitig appellierte er an alle Lausitzer: „Kopf hoch! Ich weiß, dass durch die momentanen Koalitionsverhandlungen und den damit verbundenen Diskussionen über einen vorgezogenen Kohleausstieg wieder viel Verunsicherung in der Region aufgetreten ist. Währenddessen laufen jedoch viele Transformationsprozesse schon erfolgreich an, wie z.B. das Bahnwerk in Cottbus, die geplante Lithiumhydroxid-Fabrik in Guben oder das Engagement von BASF in Schwarzheide. Das sind alles Prozesse, die eine überwiegend positive Stimmung verbreiten und zeigen sollten, dass die Lausitz eine gute Perspektive hat.“ Steinbach hoffe darauf, bis Weihnachten noch eine weitere Ansiedlung in der Lausitz verkünden zu können.

Prof. Jörg Steinbach appelliert: „Kopf hoch, Cottbuser und Lausitzer! Die Region hat eine gute Perspektive und mit der Eröffnung des neuen Standorts der Bundesnetzagentur wurde dafür ein weiterer Schritt gemacht.“

Arbeitskräfte aus der Region gesucht

Die Bundesnetzagentur hat am neu eröffneten Standort noch Stellen zu besetzen. Unter anderem werden Volljuristinnen und Volljuristen für die Bereiche Energie und Telekommunikation sowie Fachleute im Bereich Raum- und Umweltplanung für den Stromnetzausbau gesucht. 

Die aktuellen Stellenausschreibungen für den Standort Cottbus können auf der Website: www.bundesnetzagentur.de/karriere angesehen werden.

Info:

Die Bundesnetzagentur ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Zu den zentralen Aufgaben der Regulierungsbehörde gehört die Aufsicht über die Märkte Energie, Telekommunikation, Post und Eisenbahn. Mit Hauptsitz in Bonn und Mainz sowie 46 Außenstellen in ganz Deutschland beschäftigt die Behörde über 2900 Mitarbeiter.

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