Bauarbeiten für modernes Tourismuszentrum in Sohland/Spree beginnen
Am Standort des Sparkassen-Skiareals im Ortsteil Tännicht der Gemeinde Sohland/Spree im Landkreis Bautzen ist ein modernes Tourismuszentrum für Ski-, Wander- und Radbegeisterte geplant. Erst im Sommer des vergangenen Jahres übergab der sächsische Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, symbolisch den Förderscheck, der mit finanziellen Mitteln aus dem Lausitzer Strukturwandel-Topf gedeckt wird. Zum Baustart sprach WochenKurier mit Bürgermeister Hagen Israel über die Pläne im Oberland.
Sandro Paufler / jas
Nur rund ein halbes Jahr sind nach der feierlichen Förderscheckübergabe vergangen, nun beginnen bereits die Bauarbeiten am Sparkassen-Skiareal im Sohlander Ortsteil Tännicht. Auf dem Gelände soll ein modernes Zentrum für den Ski-, Wander- und Radtourismus entstehen. Das umfangreiche Projekt wird mit 3,1 Millionen Euro aus dem Strukturwandel-Topf unterstützt. Da sich die Gesamtkosten auf rund 3,7 Millionen Euro belaufen, muss die Gemeinde Sohland/Spree die restlichen 650.000 Euro aus Eigenmitteln finanzieren.
Technisches Nebengebäude wird errichtet
Im ersten Schritt der Projektumsetzung wird ein Nebengebäude gegenüber der bestehenden Turnhalle errichtet. Dabei handelt es sich um eine nicht beheizte Halle mit einer Stahlkonstruktion und Holzverkleidung. Sie ist speziell für die Unterbringung sämtlicher Technikausrüstung vorgesehen, einschließlich des Pistenbullys und anderen Gerätschaften. Das Nebengebäude soll schon im Mai 2024 fertiggestellt werden. Im gleichen Atemzug wird ein neuer Abwasseranschluss installiert. Außerdem arbeiten die Kreiswerke Bautzen an der Modernisierung der Wasserleitungen.
Umfangreicher Umbau der Sporthalle
Die Arbeiten für das eigentliche Objekt der Begierde starten dann erst im Sommer, wenn die Arbeiten an der Sporthalle beginnen. Im Anbau der Halle werden moderne Sanitäranlagen und Umkleidemöglichkeiten geschaffen. Auch ein Aufenthaltsraum für Touristen sei vorgesehen. „Motorradfahrer können beispielsweise ihre Ausrüstung im Spind lagern und dann zu einer Wanderung starten“, erklärt Bürgermeister Hagen Israel.
In der Sporthalle folgt anschließend das Einziehen einer Zwischendecke. Das neu entstehende Obergeschoss soll dann mit einem barrierefreien Zugang erreichbar sein, wo moderne Mehrzweckräume ihren Platz finden. Durch das Einziehen der Zwischendecke wird zwar die vorhandene Sportfläche etwas kleiner, aber es soll genügend Platz für einen Bewegungsraum bleiben, den verschiedene Sportgruppen nutzen können. Auch der Skiclub wird hier seine Räumlichkeiten finden. Zusammengefasst kann man sagen: „Die Sporthalle wird multifunktional umgerüstet“, so Bürgermeister Israel.
Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, Stellplätze mit Elektro-Ladesäulen für Rad-, Motorrad- und Pkw-Fahrer sowie das Anbringen von Informationstafeln sollen das touristische Angebot ergänzen. Die Verantwortlichen rechnen mit einer Umsetzung der Vorhaben bis Ende 2025.
Ein Gebäude muss abgerissen werden
Die Schanzenbaude auf dem Gelände muss den Umbauarbeiten weichen. In dem in die Jahre gekommenen Gebäude befinden sich neben den Vereinsräumen noch Sanitärräume und Umkleidemöglichkeiten, die nicht mehr gebraucht werden. Die Mieter, die derzeit im Dachgeschoss wohnen, haben von der Gemeinde alternative Wohnangebote bekommen. Bis zum geplanten Abriss im ersten Quartal 2026 dürfen sie allerdings noch wohnen bleiben.

Weiche Standortfaktoren sind wichtig
Mit der Fertigstellung des Projekts entsteht ein touristisches Angebot, das ganzjährig genutzt werden kann. Bürgermeister Israel betont, dass für den Erfolg des Strukturwandels nicht nur die Schaffung von Arbeitsplätzen entscheidend ist, sondern auch weiche Standortfaktoren von großer Bedeutung sind: „Die Menschen suchen nach Infrastruktur und ausreichenden Freizeitangeboten in der Region.“
„Mit der Schaffung des Tourismuszentrums in Sohland lässt sich die Region künftig noch besser vermarkten. Es wird weitere Touristen aus ganz Europa anlocken und die Lausitz stärken«, äußerte sich Staatsminister Schmidt bereits bei der Fördermittelübergabe im vergangenen Jahr sehr optimistisch.

Foto: Sandro Paufler
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