Autohaus-Chef Hagen Ridzkowski mit BVMW Mittelstandspreis Brandenburg ausgezeichnet – Wunsch an FC Energie Cottbus

Anlässlich des Jahresempfangs des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW) am 6. Juni im Staatstheater Cottbus wurde Hagen Ridzkowski, Geschäftsführer der Autohaus Cottbus GmbH, mit dem »BVMW Mittelstandspreis Brandenburg« für sein unternehmerisches Lebenswerk geehrt. Mit dieser Ehrung wird einmal im Jahr eine Unternehmerin oder ein Unternehmer geehrt, die/ der in vorbildlicher Weise Brandenburger Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung über Jahrzehnte hinweg erfolgreich miteinander verbindet.

pm / C.M. Schwab

Wie für viele Jungs in den siebziger Jahren, war auch für Hagen Ridzkowski die Ausbildung zum Kraftfahrzeugelektromechaniker ein Traumberuf. Anschließend schloss er 1983 das Studium zum Kraftfahrzeugingenieur erfolgreich ab und wurde mit gerade mal 24 Jahren jüngster Produktionsleiter und 1988 Betriebsleiter des damaligen KIB (Kraftfahrzeug Instandsetzungsbetrieb) mit Sitz in Cottbus. Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 stand für ihn die Frage, ob und wie er den VEB (Volkseigener Betrieb) in die Markwirtschaft führen würde. Er
entschied sich zu einem damals wohl deutschlandweit einmaligen Vorhaben.
»Ich wollte den Schritt in die Selbstständigkeit unter einer Bedingung wagen – ich wollte wissen, ob mich die damaligen ca. 250 Mitarbeitenden als Chef akzeptieren würden. Ich organisierte eine Wahl mit dem Ziel, zu erfahren, ob ich das Vertrauen der Belegschaft habe. Das Ergebnis war damals fast einstimmig. Ohne dieses Vertrauensvotum hätte ich die sehr komplexe Wandlung vom VEB zur GmbH als Geschäftsführer nicht übernommen.«

Erste GmbH in Cottbus

Im Februar 1990 ermöglichte ein Beschluss der Volkskammer der DDR, volkseigene Betriebe in Kapitalgesellschaften umzuwandeln. Ridzkowski hat dabei sehr schnell die Chancen erkannt und die sofortige Herauslösung aus dem damaligen Kombinat beantragt. Die Gründung war die erste GmbH, die in Cottbus angemeldet wurde. Am 1. Juni 1990 fand die Umwandlung des VEB Kfz-Instandsetzungsbetriebs in die Autohaus Cottbus GmbH statt. Hagen Ridzkowski wurde Geschäftsführer. Am 1.Juli 1990 kam der Vertrag mit der Mercedes-Benz AG zustande – mit einem unvergesslichen Start, denn zur ersten Mercedes-Benz Sonderschau in Cottbus kamen über 13.500 Besucher.
Mit dem Slogan »Das Beste oder nichts« formte Ridzkowski bis heute sein Unternehmen zu einem beispielhaften Lausitzer Leuchtturm. Um das zu bewältigen, unterzog er sich 2001 einem freiwilligen Management Audit beim international bekannten Managementtrainer Roland Berger. Da-
rauf ist er bis heute sehr stolz. An fünf Standorten in der Lausitz sorgen seine 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für störungsfreie Mobilität. Dort eingeschlossen 40 Azubis, von denen alljährlich immer wieder einige als beste Auszubildende ausgezeichnet werden.

Ralf Henkler (rechts, BVMW) übergibt den BVMW Mittelstandspreis Brandenburg an Hagen Ridzkowski, Geschäftsführer der Autohaus Cottbus GmbH. Foto: Jörg Tudyka

Leidenschaft für FC Energie

Seine Leidenschaft gilt über dem Unternehmen hinaus dem Reitsport und dem FC Energie Cottbus. In seiner Zeit als Vizepräsident des FCE ging es für den Verein wirtschaftlich ums Überleben. Hagen Ridzkowski führte den Verein in ruhiges Fahrwasser. Bis heute ist das AHC wichtiger Sponsor des FC Energie Cottbus.* Dass erfolgreiches Unternehmertum auch die Teilhabe der vermeintlich schwächeren Mitglieder der Gesellschaft beinhaltet, ist für Ridzkowski eine untrennbare Einheit. Schon seit vielen Jahren arbeitet sein Unternehmen mit verschiedensten Werkstätten für behinderte Menschen zusammen. „Menschen mit Handicap die Möglichkeit zu geben, jeden Tag an einem möglichst normalen Leben teilnehmen zu können, empfinde ich als sinnstiftend und menschlich.“ Der Autohaus-Senior sammelte deshalb immer wieder Spenden für entsprechende Einrichtungen, so u.a. für das Behindertenwerk Spremberg, die Elsterwerkstätten in Herzberg und seit diesem Jahr für die Lebenshilfe Cottbus.

Neue Fußabdrücke nötig

Nach 34 Jahren in der Geschäftsführung zieht sich der Autohaus-Chef
aus dem operativen Geschäft zurück und übergibt die Zügel seines Unternehmens an seine Tochter Stefanie. Stefanie Ridzkowski-Grabke: »Mein Vater ist für mich ein Ausnahmemensch, der dem Leben immer eine Nasenlänge voraus ist. Er hat mir gezeigt, dass der richtige
Weg nicht immer der einfache ist. Es sind große Fußstapfen, in die ich da trete. Ich werde sie nicht füllen können, daher werde ich einfach neue Fußabdrücke hinterlassen.«

UPDATE: Hagen Ridzkowski: „FC Energie – Wir müssen weiter zusammenstehen!“

Anlässlich der Verleihung des BVMW-Mittelstandspreises an den Gründer und Geschäftsführer des (AHC) Autohaus Cottbus Hagen Ridzkowski veröffentlichte der WochenKurier am 10. Juli einen ausführlichen Beitrag zu dessen Lebenswerk. Dazu gehört auch sein Engagement für den FC Energie. Hier jedoch sah sich der Mercedes-Händler zu viel und damit zu Unrecht gelobt. Er bat um Richtigstellung, dem der WochenKurier-Verlag gern nachkommt.

Hagen Ridzkowski: „Selbstverständlich habe ich mich über den Preis und auch über den Beitrag im WochenKurier gefreut. Die redaktionelle Darstellung, mein Engagement für den FC Energie betreffend, vermittelt jedoch den Eindruck, dass ich hier allein als Einzelperson etwas erreicht hätte. Dem ist nicht so. Vielmehr war die Aufgabe, den Verein auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in ruhiges Fahrwasser zu führen, immer eine gemeinschaftliche Lösung. Lösungen konnten wir – Verwaltungsrat, Präsidium, Sponsoren, die Fans, unterstützt auch durch Medien wie den WochenKurier, nur gemeinsam und gleichberechtigt erarbeiten. Das hatte den Vorteil, unterschiedliche Sichtweisen zuzulassen, was teils natürlich auch harte Auseinandersetzungen mit sich brachte. Aber nur so konnten Lösungen für die Probleme des Vereins erarbeitet werden, die tragfähig waren und blieben. Ich bin deshalb nicht vordergründig stolz auf das, was ICH für den FCE tun konnte, sondern stolz darauf, was WIR gemeinsam erreicht haben. Die Früchte durften wir nun in dieser Saison auch gemeinsam erleben. Ich wünsche mir, dass es uns allen weiterhin gelingt, trotz aller Meinungsverschiedenheiten, weiterhin zusammen zu stehen – als gesamte Region!“

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